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Brockenbowl XIII
Erstellt am:  17. März 2006
Tags: Brockenbowl
Kategorie(n): Brockenbowl

Brockenbowl XIII

BB XIII endet in einer spannender Finalpartie mit Sieg für Göttingen Generals

Die 13. Auflage des Brockenbowl startete am vergangenen Samstag vor ordentlicher Kulisse fast pünktlich mit dem ersten Highlight des Tages, dem Einlauf der Mannschaften. Unter begeistertem Applaus und Jubelarien betrat eine Mannschaft nach der anderen, nach einer Kurzvorstellung durch den Stadionsprecher, die Halle. Den titelverteidigenden Virgin Guards, aus Magdeburg, folgten die ebenfalls aus der Landeshauptstadt stammenden Orcas.
Anschließend kamen die Göttingen Generals und die Jade Bay Buccaneers aus Wilhelmshaven, beide als Vertreter Niedersachsens, durch den aufblasbaren Einlauftunnel. Zu guter Letzt und nicht weniger frenetisch bejubelt, als die Virgin Guards, vervollständigten nach den Schwerin Vikings auch die Hausherren der Mountain Tigers das Starterfeld.

Nach der Begrüßung durch den Schirmherr Landrat Dr. Ermrich ging es auch gleich ins Eingemachte.
Die erste Begegnung des Turniers absolvierten erstmals nicht die Gastgeber, sondern die Niedersachsen. Die Göttingen Generals mussten sich mit den Jade Bay Buccaneers messen. Diese Aufgabe lösten die Göttinger nach 2 x 12 Minuten mit einem deutlichen 24:2 Endergebnis.
Einzig ein Safety in der Endphase der Partie bescherte den Südniedersachsen die einzigen Gegenpunkte des Turniers. Als Neulinge in der Halle zeigten aber auch die Wilhelmshavener einige schöne Spielzüge.

Das zweite Spiel bestritten die Schwerin Vikings gegen die favorisierten Virgin Guards. Trotz guten Kampfes und Engagements konnten die Mecklenburger, die ebenfalls das erste Mal in der Halle agierten, eine deftige 0:38 Schlappe nicht verhindern. Das Laufspiel der Titelverteidiger war zu dominant und eingespielt, und überrollte die als Heimteam gesetzte Mannschaft der Schweriner.

Ähnlich erging es den Magdeburg Orcas in ihrem ersten Auftritt des Turniers gegen die Göttingen Generals. Ansehnlicher, als die in jeglicher Hinsicht noch völlig unkoordiniert wirkenden Orcas, waren deren Cheerleader. Diese nahmen die Einladung der Mountain Tigers gern an, als Pausenshow vor dem Spiel der eigenen Mannschaft das Publikum zu unterhalten. Die Herren indes kamen in keiner Phase dieses Spiels mit dem System der Göttinger zurecht und unterlagen, nachdem auch noch eigene Fehler auftraten, deutlich mit 0:44.
Mit diesem Sieg standen die Göttinger als erster Finalist um Platz 1 fest.

In der vierten Begegnung des Tages standen nun erstmals die Hausherren auf dem Feld und die Stimmung in der Halle stieg. Die Gegner hießen Schwerin Vikings, die damit ebenfalls, wie die Göttinger, ihr zweites und letztes Vorrundenspiel absolvierten. Das Ergebnis 28:0 für die Bergtiger mag erwartungsgemäß gewesen sein, doch mit Sicherheit war es alles andere als leicht errungen.
Eine Schweriner Defense zeigte sich ständig auf der Höhe des Geschehens und unterband in der ersten Hälfte fast alle Angriffsbemühungen der Bergtiger. Als Beleg dafür stehen: ein einziger zugelassener Touchdown, durch Quarterback Kai Brand (#13), der dazu gehörige Zusatzversuch abgewehrt und über dies noch eine Interception.
In der zweiten Hälfte lief das Wernigeröder Spiel doch etwas flüssiger. Enrico Mücke (#40) eröffnete die Punktejagd mit einem Powerlauf über rechts zum 12:0 und Kai Brand erhöhte über links zum 14:0. Gleich im anschließenden Angriffsversuch der Schweriner, die bis dahin immer noch stark aufspielten, fing Ronny Tienken (#32) eine Pass des Vikings-Quarterback und trug den Ball in die Endzone der Mecklenburger zum 20:0. Die Erhöhung erfolgte durch einen Pass auf Max Steuer (#80). Zwischenstand 22:0. Schwerin war geschlagen, so dass kurz vor Ende der Begegnung Marko Brinkmann (#31) den Ball mit einem Lauf nach rechts in die Endzone zum Endstand 28:0 tragen konnte. Mit zwei Niederlagen standen die Schwerin Vikings als erstes Team im Spiel um Platz 5 fest.

Die vorletzte Partie der Vorrunde sollte die weiteren Platzierungsspiele bestimmen. Dazu standen sich die Jade Bay Buccaneers und die Magdeburg Orcas gegenüber. Beide Teams hatten gegen die Göttinger deutliche Niederlagen erlitten und zeigten in diesem Spiel, wozu sie eigentlich in der Lage sind.
Bis zu diesem Zeitpunkt waren noch recht deutliche Ergebnisse erzielt worden, doch hier dominierte die Defensearbeit das Spielgeschehen. Sowohl Wilhelmshaven, als auch Magdeburg ließen kaum große Aktionen der Gegner zu. So gewann unter dem Strich die glücklichere Mannschaft aus Magdeburg mit 6:12 und sicherte das Spiel um Platz 3.

Als letzte Entscheidung stand nun die Ermittelung des Finalgegners von Göttingen auf dem Plan. Das ewige Duell der Wintersaison. Magdeburg Virgin Guards gegen die Gastgeber aus Wernigerode.
Wie sehr beide Teams in das Endspiel wollten spürte man von Beginn an und auch die Zuschauer ließen beiden Mannschaften ihre Anfeuerung spüren.
Als erstes konnten die Magdeburger punkten, nachdem ihnen aber die Harzer Abwehr bereits mehrfach, den noch beim Magdeburg-Bowl so perfekt vorgetragenen Laufspielzug über die Seite vermiest hatte. Doch im direkten Anschluß und unter ebenso großen Mühen, wie zuvor die Virgin Guards, erliefen sich die Mountain Tigers Meter um Meter.
Es war dann wieder Kai Brand, der nach einer perfekten Täuschung, mit einem Lauf über links zum 6:6 ausglich und die Zusatzpunkte zur 6:8 Führung beisteuerte. Mit auslaufender Spielzeit der ersten Halbzeit und mit nur noch der Möglichkeit eines einzigen Spielzuges, schafften es die Landeshauptstädter die Führung zurück zu erlangen. Ein Pass über das gesamte Spielfeld überflog den Harzer Verteidiger und landete sicher in den Händen des Magdeburger Receivers.
Der Zusatzpunkt wurde dazu auch erfolgreich verwandelt und so ging es mit 14:8 in den Seitenwechsel.
Die letzten 12 Minuten waren genauso spannend und emotional, wie die ersten und es ging hin und her. 2 Minuten vor Ende der entscheidenden Partie war es dann allerdings wieder den Magdeburg Virgin Guards vergönnt, das Spiel mit einem Touchdown, inklusive Zusatzpunkten, mit 22:8 zu entscheiden. Das Ziel der Tigers, endlich mal wieder den Bowl zu gewinnen, war vorzeitig verpasst.
Nun ging es für die Hausherren um Platz 3 gegen die Orcas, während die Virgin Guards gegen die Göttingen Generals um die diesjährige Trophäe zu spielen hatten.

In der folgenden Pause durften dann die jüngsten Cheerleader des Wernigeröder Vereins den Anwesenden die Zeit versüßen, was ihnen ohne Probleme gelang. Als dann noch der Nikolaus erschien, um ihnen nachträglich kleine Präsente zu überreichen, gesellten sich sogar Spieler der Vikings und der Buccaneers hinzu, was natürlich zur Erheiterung des Zuschauer in einer Nikolausschelte mit Rute mündete.

Das erste Platzierungsspiel um Rang 5 zwischen Wilhelmshaven und Schwerin eröffnete die Finalrunde. Wie schon zwischen den Orcas und den Buccaneers, entwickelte sich eine äußerst ausgeglichene Partie, in der beiden Teams Möglichkeiten hatten, zu Punkten zu kommen, doch starke Abwehrleistungen oder eigene Fehler hielten das Match lange offen. Am Ende hieß es erneut 12:6 gegen die Jade Bay Buccaneers, die damit zum zweiten Mal nicht das Glück auf ihrer Seite hatten. Die Vikings hingegen konnten sich über ihren ersten Sieg des Tages und Platz 5 freuen.

Die Partie um Platz 3 zwischen den Wernigerode Mountain Tigers und den Magdeburg Orcas ließ etwas an Spannung vermissen, sorgte aber, wegen vieler Unzulänglichkeiten, auf der Seite der Bergtiger für mächtig Druck.
Die Möglichkeiten zu punkten wurden oft leichtfertig vergeben oder aber durch eine gute Defense-Leistung der Orcas vereitelt. Wieder einmal war es an Kai Brand, der mit einem Quarterback-Sneak die Führung erzielte. Enrico Mücke erhöhte noch zum 8:0, aber sichtlich unzufrieden wechselten die Tigers die Seiten. Wie in allen Jahren zuvor zeigten die Gastgeber dann aber doch noch, was sie in der 2. Halbzeit leisten konnten. Durch Marko Brinkmann (#31) erzielten die Bergtiger noch zwei weitere Touchdowns, allerdings ohne Zusatzpunkte. Mit 20:0 war der Platz 3 erreicht.

Das Finale um den Turniersieg begann mit einem neuerlichen Einlauf der Finalisten. Licht aus, Spot und Nebelmaschine an. Was dann folgte, war nichts für schwache Nerven.
Bis zum Schluss blieb das Ergebnis ausgeglichen 0:0, obwohl beide Mannschaften ihre Chancen hatten. Beide Teams erzielten Touchdowns, die aber durch aufgetretene Regelwidrigkeiten, selbst zunichte gemacht wurden. So musste eine Art Elfmeterschießen über den Sieg entscheiden. Jedes Team musste abwechselnd 3 mal von der 3 Yard-Linie versuchen, in die gegnerische Endzone zu gelangen. Magdeburg begann und schaffte es gegen die aufmerksame Göttinger Defense aber nicht. Die Generals jedoch hatten da mehr Glück. Gleich der erste Versuch gelang. Die weiteren Versuche, sowohl der Göttinger, als auch der Magdeburger misslangen, sodass Göttingen mit einem erfolgreichem Versuch als Sieger des 13. Brockenbowl feststanden.

Zum wertvollsten Spieler des Turniers wurde Dirk Heimer (#13), der Quarterback der Magdeburg Orcas, gewählt, der in manch brenzliger Situation den Überblick behielt und den einen oder anderen Spielzug für sein Team rettete.

Alle Mitwirkenden befanden im Nachhinein den Brockenbowl XIII als sehr gelungene Veranstaltung, angefangen von den Spielen, bis hin zum Catering und der Aftergame-Party in der Ilsenburger Klima-Lounge. Dort gab es nicht nur die ersten Filme des Tages zu sehen, sondern auch der lustige und faire Umgang der Mannschaften außerhalb des Spielfeldes.
Es wurde auch noch der MVP der Tigers bekannt gegeben, Marko Brinkmann wurde von den Coaches der Tigers gewählt. Bis in den frühen Morgen wurde gefeiert und getanzt und alle wussten, beim Brockenbowl XIV ist man wieder dabei.(JM)