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Mehr als nur ein Auftaktsieg
Erstellt am:  2. Mai 2016
Tags: Auftaktsieg • Dominik Knispel • News 2016
Kategorie(n): Newsarchiv 2016

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Am vergangenen Sonntag eröffneten die Wernigerode Mountain Tigers die Verbandsliga-Saison 2016 mit einem nie gefährdeten 38:12 Sieg über die Saalfeld Titans.

Die Partie hielt für die rund 300 Zuschauer bei bestem Footballwetter alles bereit, was ein echter Season-Opener haben sollte. Die neuen Trikots der gastgebenden Tigers waren dabei nur ein erstes kleines Highlight.

Die thüringischen Gäste erhielten das erste Angriffsrecht der Begegnung und zeigten unvoreingenommen, dass sie nicht als Opfer nach Wernigerode gekommen waren. Die Spielzugauswahl war gut und deren Umsetzung ebenfalls ordentlich. Man merkte der Tigers-Defense an, dass hier ein völlig unbekannter Kontrahent, auf den man sich nicht vorbereiten konnte, zu Werke ging. Lediglich die Durchsetzungskraft der renommierten Verteidigungsreihe verhinderte die ersten Überraschungen der Saison.
Bei den Gastgebern konnte man vom Aderlass der letzten Saison noch nicht so viel erkennen, denn die Jungs um Headcoach Urquhardt, starteten in Bestbesetzung. So kam es dann auch im ersten Viertel, wie die Prognosen es schon erahnen liessen. Erst war es der beherzte Lauf durch Runningback Paul Baron (#5), der sich sehr spielfreudig präsentierte und die Tigers erstmalig auf die Punktetafel brachte, dann war es Quarterback Dominik Knispel (#19) selbst, der mit dem nächsten Ballbesitz den Vorsprung erhöhte. Kicker Andreas Janko (#89) traf beide Male gewohnt sicher zum 14:0 Zwischenstand und läutete damit für sich einen grandiosen Tag ein.

Am Ende des Tages standen für ihn 8 Punkte, 100 % Trefferquote bei PATs /FG und eine durchschnittliche Kickoffweite von 75 Yards zu Buche.
Aber das erste Quarter war damit noch nicht vorbei. Die Tigers Defense belohnte die bis dahin sehr gute Arbeit mit einer Interception, die Linebacker Christian Blumenthal (#61) zum Touchdown trug. Beim ersten Seitenwechsel stand es jetzt folgerichtig 21:0 für die Tigers und Coach Urquhardt entschied sich den vielen Neulingen im Team vermehrt die ersten Minuten Spielerfahrung zukommen zu lassen.
Damit waren aber auch Fehler und Ungenauigkeiten verbunden, die den gesamten Spielfluss seitens der Wernigöder ein wenig zum Erliegen brachten. Die Saalfeld Titans konnten zwar nicht sehr viel Vorteil daraus ziehen, aber doch spürte man, dass sich ihr Druck wieder erhöhte.
Es war lediglich wieder ein Lauf durch Dominik Knispel, nachdem er keinen Abnehmer für den geplanten Pass finden konnte, der Punkte in diesem Spielabschnitt brachte. Es blieben die einzigen und die Harzer gingen mit 28:0 in die Halbzeitpause.

Die Tigers wurden in Durchgang 3 noch mutiger und überliessen den Rookies große Anteile am Spielgeschehen. Das Ergebnis war zwar hinsichtlich der Punktetafel nicht zufriedenstellend, aber das Lernpotential allein aus diesem Quarter wird in den kommenden Monaten noch nachwirken.
Gerademal ein Fieldgoal verbuchten die Tigers für sich, konnten ansonsten aber nur mit Kuriositäten glänzen. Der Gegner aus Thüringen machte in dieser Phase seine Sache doch deutlich besser. Sie erzielten nicht nur einen, für den gezeigten Kampfeswille verdienten Touchdown zum 31:6 Anschluss, sie fanden auch gleich im Anschluss daran schneller den Überblick als die Gastgeber.
In dem, einem Touchdown folgenden Kickoff platzierte der Kicker der Titans den Ball an die 1 Yard-Linie der Tigers. Diese behandelten den Kick allerdings wie einen Punt und entfernten sich von dem am bodenliegenden Ball. Ehe die Tigers diesen Fehler realisierten, waren die Saalefelder schon unterwegs, um ihn für sich selbst zu nutzen. Ballbesitz für Saalfeld an der Wernigeröder Endzone. Es kam zur Strafe natürlich bei dieser Feldposition zum erneuten Touchdown für die Titans, die nochmals das Ergebnis kosmetisch aufwerteten. 31:12 war dann auch der Punktestand, mit dem man ins Abschlussviertel ging.
Die Mountain Tigers, nun natürlich wieder mit etwas mehr Aufmerksamkeit agierend, schlossen diese Begegnung mit einem schönen Pass von QB Knispel auf Widereceiver Sebastian Barth (#12) zum Endstand von 38:12 ab und setzten somit einen gutes Ausrufezeichen in die mit Sicherheit noch schwerer werdende Konkurrenz.
Resümierend kann man trotz aller gezeigten Probleme einen sehr guten Trainingszustand attestieren und mit dieser großen Anzahl an Newcomern im Team in eine gefestigte Zukunft blicken.
Weiter geht es für die Tigers am 22.Mai, dann wartet nämlich mit den Suburbian Foxes, der erste sächsische und altbekannte Kontrahent aus Radebeul auf die Harzer, zur ersten echten Bewährungsprobe in dieser Saison.

Jens Mollnau