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Tigers verlieren in Berlin
Erstellt am:  17. Juni 2018
Tags: keine
Kategorie(n): Allgemein • Newsarchiv 2018 • Startseite-News

Mit einer 36:20-Niederlage im Gepäck mussten die Mountain Tigers die Rückreise antreten

Von Peter Goldschmidt

Ein Football-Team besteht aus zwei Mannschaftsteilen, der Offense (Angriff) und der Defense (Verteidigung). Während die Offense mehr Punkte als das gegnerische Team erzielen  muss, hat die Defense die Aufgabe, Punkte der Gegner zu verhindern.  Nur wenn beide Mannnschaftsteile  ihre Aufgaben erfüllen kann das Team siegreich sein.

Die Berlin Bullets begannen mit ihrer Offense das Spiel. Immer wieder erzielten die Berliner , vor allem über das Passspiel,  große Raumgewinne und näherten sich unhaltsam der Endzone der Tigers. Aber Daniel Lenz, der sowohl in Offense und Defense spielte, fing den entscheidenden Pass  in die Endzone der Tigers ab und trug die Interception über 85 Meter in die gegnerische Endzone. Überraschend führten die Tigers mit 6:0 (PAT geblockt). Ihre nächste Angriffssequenz konnten die Berliner bis an die 25-Meter-Linie der Tigers erfolgreich gestalten. Doch die Defense konnten hier den Angriff stoppen und so entschieden sich die Bullets, den 4. Versuch mit einem Fieldgoal abzuschließen, das auch erfolgreich war. Somit stand es 3:6. Den anschließenden Kickoff konnten die Tigers nicht sichern und somit kamen die Berliner an der Wernigeröder 30-Meter-Linie wieder in Ballbesitz. Aber wieder war die Tiger-Defense sehr stark. Aber die Berliner spielten einen 4.Versuch  erfolgreich aus und kamen somit recht nah an die Endzone der Tigers heran. Ein Pass in die Endzone wurde dort von einem Bulletspieler gefangen, Touchdown Berlin, nun führten die Bullets mit 10:6 (PAT gut).

In dieser Phase zeigte die Offense der Tigers eine gute Leistung. Durch eine  Mischung aus Passspiel auf Daniel Lenz und Laufspiel durch Andreas Kopytziok, der als einziger  Runnigback mit nach Berlin reiste, kam man sehr schnell an die  1-Meter-Linie der Bullets.  Mit einem beherzten Lauf  durch die Mitte erzielte Quarterback Dominik Knispel den nächsten Touchdown für die Tigers. Der Zusatzversuch wurde als 2-Point-Conversion ausgespielt, hier konnte Jonas Meinhardt seine ersten Punkte für die Tigers erzielen. Es stand nun 10:14 für die Tigers.

Beide Defense-Reihen dominierten nun das Spiel. Max Schiller konnte einen fallengelassenen Ball (Fumble) für die Tigers erobern, aber gleich im nächsten Spielzug bekamen die Bullets, auch durch einen Fumble, den Ball wieder zurück. Da bis zu diesem Zeitpunkt die Defense seitens der Tigers die meiste Spielzeit auf dem Feld verbrachte, schlichen sich nun erste Konzentrationsschwächen ein. Und diese nutzen die Bullets  gnadenlos aus.  Zweimal per Pass kamen diese zu weiteren Touchdowns und führten zur Pause mit 22:14.

Bereits zu dieser Zeit wurde vermehrt in der Offense der Tigers von Coach Andreas Östlund, der für dieses Spiel extra aus Upsala einflog, Passspiel angezeigt. Nur wenige Bälle wurden gefangen. Oftmals konnte der Quarterback, da ihm seine Offenseline nicht genügend Zeit verschaffte, seine  Pässe nicht genau genug werfen.  So langsam verließen Andreas Kopytziok die Kräfte, er erzielte immer noch Raumgewinne, doch seine Einsätze wurden immer seltener.  Mit einem zweiten Runnigback und genaueren Passspiel  hätte der Rückstand zu diesem Zeitpunkt noch aufgeholt werden können.

Die Bullets dominierten in der 2. Halbzeit mit ihrem Passspiel weiterhin das Geschehen.  Ihren nächsten Touchdown erzielten die Berliner allerdings per Lauf.

Im 4. Quarter noch mal ein Aufbäumen der Tigers. Seinen ersten Touchdown für die Tigers erzielte Damian Söte, der erst seit 3 Wochen bei den Tigers ist. Und das wird wohl nicht der letzte sein, funktionierte das Zusammenspiel zwischen Quarterback Dominik Knispel und ihm  im Laufe des Spieles immer besser. Somit stand es zwischenzeitlich 29:20 für die Bullets.

Doch die Berliner zeigten, dass sie in diesem Spiel als Sieger vom Platz gehen wollten. Ein weiterer Touchdown per Pass  vergrößerte wieder den Abstand.

Nun mussten beide Mannschaften dem schwül warmen Wetter Tribut zollen. Immer mehr Unkonzentriertheit schlichen sich ein. Die Folge waren Strafen auf fast jeden Spielzug.  Keine Mannschaft konnte weitere Punkte erzielen, somit blieb es beim 36:20 für die Berlin Bullets.

Mit einer effektiveren Offenseleistung hätten die Tigers dieses Spiel gewinnen können. Es gab gute Ansätze, diese sollten in den 3 Wochen bis zum nächsten Auswärtsspiel bei den Eberswalde Warriors  vertieft werden. Denn dieses Spiel muss mit dem Blick auf die Tabelle gewonnen werden. Und mit einem verbesserten Offensespiel und damit weniger Einsatzzeit für die Defense kann diese aufbauend auf den guten Leistungen der letzten Spiele spielendscheidend sein.

Football-ABC  Die Offensive Line (auch O-Line oder OL) ist die Linie von Spielern im American Football, die direkt vor dem Quarterback und an vorderster Front der Offense stehen. Sie besteht immer aus genau fünf Spielern: einem Center, zwei Guards und zwei Tackles. Die Offensive Line muss dabei „Blockarbeit“ leisten, das heißt, ankommende Gegner der Defense vom Tackeln abhalten. Es darf vonseiten der Offensive Line
auch nur geblockt werden, alles andere – also Festhalten oder Ähnliches – ist verboten und wird bestraft. Sie tragen immer Nummern
zwischen 50 und 79 (diese Nummern signalisieren in der Offense, dass
die Spieler nicht passberechtigt sind).