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Wieder kein Sieg für die Tigers
Erstellt am:  9. Juli 2018
Tags: keine
Kategorie(n): Allgemein • Newsarchiv 2018 • Startseite-News

Nach einer 24:14-Niederlage sind die Mountain Tigers nun Tabellenletzter

Von Peter Goldschmidt

Als Trainer hat man es bei den Wernigeröder Footballern bei den Auswärtsspielen nicht leicht. Steht bei den Heimspielen fast der gesamte Mannschaftskader zur Verfügung, sieht es bei den Auswärtspartien eher traurig aus. Bereits beim Spiel in Wolgast hat man mit Ach und Krach die notwenigen 18 Spieler zusammen bekommen. Und auch diesmal  gab es im Vorfeld des Spieles in Eberswalde, aus den verschiedensten Gründen, zahlreiche Absagen.  Letztendlich fehlte noch ein Spieler im Kader. Nico Hübner, er hatte  vor einigen Jahren seine aktive Footballerkarriere beendet, erklärte sich bereit, das Team zu unterstützen. Und um es vorweg zu nehmen, man sah es Nico nicht an, dass er in den letzten Jahren American Football nur als Zuschauer verfolgte. Von den ersten Minuten an brachte er seine Erfahrung ins Team ein und war eine wertvolle Unterstützung.  Das nächste Spiel bestreiten die Tigers in Radebeul und nur wenn alle Spieler mitziehen, kann der letzte Tabellenplatz verlassen werden.

Besonders krass war das Fehler von Spielern der Offenseline. Also mussten Spieler, die sonst andere Positionen einnehmen, diese Lücke ausfüllen. Das ist leichter gesagt als getan. Sind doch gerade die Linespieler besonders kräftig gebaut, haben sie doch die Aufgabe den Quarterback zu beschützen und für das Laufspiel Lücken in der gegnerischen Abwehr aufzutun.

Die Warriors begannen das Spiel mit ihrer Offense, konnten aber recht schnell gestoppt werden. Beide Teams mussten sich häufig von ihrem Angriffsrecht trennen, wobei die Eberswalder in der ersten Hälfte mehr Spielanteile hatten. Den Tigers sah man an, dass zahlreiche Spieler auf ungewohnten Positionen spielten. So  gab es hier und da Abstimmungsprobleme. Nach einem Punt mussten die Tigers an ihrer eigenen 4-Meter-Linie beginnen. Nach 3 Versuchen, die keinerlei Raumgewinn einbrachten, wollten sich die Wernigeröder auch per Punt vom Ball trennen. Aber der Snap verunglückte, der Ball trudelte über die Spielfeldbegrenzung. Und das bedeutete Safey, 2 Punkte für den Gegner und erneuerter Ballbesitz für diesen. Die Warriors setzen immer wieder auf ihr Laufspiel. Ihre wendigen Runnigbacks fanden immer wieder Lücken in der Verteidigung der Tigers. Kurz vor Ende des ersten Quarter gelang dann der entscheidende Lauf in die Endzone der Tiger. Und auch der anschließende 2-Punkte-Versuch gelang, die Warriors führte mit 10:00.

In zweiten Quarter das gleiche Bild. Immer wieder Laufspiel der Eberswalder. Als die Tigers dieses endlich in den Griff bekamen, erzielten die Warriors mit einem ihrer wenigen Passversuche ihren zweiten Touchdown (Extrapunkte nicht gut) und führte somit mit 16:00. Mit diesem Punktestand ging es in die Halbzeitpause.

Den Kickoff zur zweiten Halbzeit fing die #82 der Tigers, Maurice Edelmann, und trug diesen 45 Meter zurück. Inzwischen funktionierte die Abstimmung bei den Tigers besser und das machte sich vor allem in der Offense bemerkbar. Das Spiel wurde auch etwas härter, gegen beide Teams wurden zahlreiche Strafen vergeben. Ein erstes Ausrufezeichen setzten die Tigers Mitte des 3. Quarter. Ein Pass von Quarterback Dominik Knispel auf Daniel Lenz, dieser brach alle Tackle und stürmte in die Endzone der Warriors. Alle Wernigeröder, bis auf die welche die gelbe Flagge sahen (das deutet auf eine Strafe hin), jubelten. Der Jubel war umsonst, ein Mitspieler hatte unberechtigterweise einen Gegenspieler festgehalten, also kein Touchdown. Die Tigers konnten den Ball weiterhin in ihren Reihen halten und näherten sich weiterhin, auch begünstigt durch zahlreiche Strafen gegen die Warriors, unaufhaltsam der Endzone der Eberswalder. Quarterback Dominik Knispel konnte mit einem 1-Meter-Lauf durch die Mitte die ersten Punkte für sein Team erzielen, die Zusatzpunkte sicherte Christof Hannig mit einem schönen Lauf. Und die Tigers drückten weiter, wollten den Ausgleich erzielen. Wieder mussten sich die Warriors per Punt vom Ball trennen. Die Tigers mussten an ihrer eigenen 4-Meter-Linie beginnen. Nach drei erfolglosen Versuchen trennt man sich an solch einer Feldposition normalerweise per Punt von Ballbesitzrecht. Aber Coach Andreas Östlund hatte nicht mitbekommen, dass eine Strafe, welche auf den dritten Versuch verhängt wurde, wieder zurückgenommen wurde. Auch von den Schiedsrichtern hatte er keine entsprechende Information bekommen. Er war der Meinung, es ist die Wiederholung des dritten Versuchs. Per Pass sollten die 10 Meter zum First Down überbrückt werden. Doch das ging schief. Da es aber der vierte Versuch war freute sich Eberswalde über dieses Geschenk. Gleich im ersten Spielzug durchbrach ihr kräftiger Fullback die Abwehr der Tigers. Und auch  die Zusatzpunkte wurde per Lauf erzielt, neuer Zwischenstand 24:8.

Aber die Tigers gaben nicht auf. Man muss allen mitgereisten Spielern für ihre Leistung auf dem Spielfeld während des gesamten Spieles vollem Respekt zollen. Sie kämpften und rackerten, gaben alle mehr als 100 Prozent. Und mit auslaufender Spielzeit belohnten sich die Tigers nochmals. Ein Pass über 50 Meter wurde von der #82 der Tigers, Maurice Edelmann, gefangen und in die Endzone gebracht. Das war dann auch der Endstand in diesem spannenden Spiel, die Warriors gewannen mit 24:14.

Noch haben die Tigers in dieser Saison 4 Spiele zu bestreiten, d.h. es könnten noch 8 Punkte auf das Konto der Tigers kommen. Und damit sollte dann der letzte Tabellenplatz zum Saisonende kein Gesprächsthema mehr sein.

Alle Tiger-Fans und Unterstützer der Tigers sollten sich den 18.8. im Kalender rot markieren. Hier findet nicht nur das nächste Heimspiel statt, an diesem Tag werden die Mountain Tigers auch ihr 25jährigers Jubiläum feiern. Es wird  einige Überraschungen  geben, nähere Informationen dazu folgen.

Football-ABC   Die großen Jungs der Defensive Line versuchen die schweren offensive Spieler aufzuhalten und den Quarterback bei einem Pass unter Druck zu setzen. Bei einem Laufspielzug müssen sie versuchen, sich nicht abdrängen zu lassen, damit sie den Runnigback tacklen (zu Fall bringen) können.