Sponsoren:









Trotz Sieg noch viel Arbeit bis zum Saisonstart
Erstellt am:  19. März 2019
Tags: keine
Kategorie(n): Allgemein • Newsarchiv 2019 • Startseite-News

Tigers siegten im Vorbereitungsspiel bei den Salzgitter Steelers mit 35:7

Von Peter Goldschmidt

Es war ein tolles Footballevent, welches die Gastgeber anlässlich ihres allerersten Heimspieles in der Vereinsgeschichte veranstalteten. Nur das Wetter, es war kalt, windig und zeitweise regnete es, spielte nicht mit. Und das an sich klare Ergebnis verfälscht die Leistung der Steelers, die niemals aufgaben und in der zweiten Halbzeit den Tigers zeitweise den Schneid abkauften.

Die Tigers begannen das Spiel mit ihrer Offense. Und gleich die ersten Aktionen zeigten, dass auch die Tigers recht nervös waren. Zweimal bewegten sich die Tiger-Offense zu früh, damit begannen die Wernigeröder gleich mit 10 Meter Strafe das Spiel. Doch dann überbrückte die Offense in einem Mix aus Lauf- und Passspielzügen zügig das Spielfeld und Rückkehrer Felix Schulz erzielte die ersten Punkte des Jahres 2019 für die Tigers. Und auch für den Point after Touchdown (PAT) war Felix verantwortlich, er ist in diesem Jahr der Kicker der Tigers, somit stand es 7:0 für die Tigers. Die Defense der Tigers konnte beim ersten Auftritt der Offense der Steelers diese recht schnell stoppen. Und somit mussten sich die Steelers per Punt vom Ball trennen. Und hier zeigte sich eine der auffälligsten Schwächen des Salzgitterer Teams, der Snap  war sehr schlecht und hätte fast zum Ballverlust geführt.

Die Defense der Steelers agierte im Laufe der ersten Halbzeit immer sicherer und nun mussten sich auch die Tigers per Punt vom Ball trennen. Den freien Ball berührte ein Spieler aus Salzgitter, konnte diesen aber nicht sichern. Ricardo Geisler reagierte am schnellsten und eroberte den Ball für die Tigers.  Im anschließenden Spielzug lief Johannes Herrschaft in seiner unnachahmlichen Art  bis zur gegnerischen 10-Yard-Line, bevor er gestoppt werden konnte. Quarterback Dominik Knispel sorgte mit einem Lauf für den nächsten Touchdown der Tigers, den PAT erzielte wieder Felix Schulz.

Und wieder sorgte ein verunglückter Punt der Steelers für die nächsten Punkte der Tigers. Der Punter konnte den Ball gerade noch aufnehmen, da wurde er schon an seiner eigenen 1-Yard-Line zu Boden gebracht. Und hier zeigte sich ein der Schwächen, die die Tigers bis zum Saisonstart noch abstellen müssen. Die Tigers brauchen zu viele Versuche um aus einer solchen aussichtsreichen Position Punkte zu erzielen. Letztendlich war es Ricardo Geisler, der mit einem beherzten Lauf den Touchdown erzielte. (PAT gut, Felix Schulz).  Und der nächste Touchdown wurde nach dem gleichen Muster erzielt: starke Defense Tigers, verunglückter Punt Steelers, diesmal war es QB Dominik Knispel, der die Punkte erlief (PAT gut, Felix Schulz), es stand nun 28:0.

Zum Ende des zweiten Quarter zeigte die Offense der Steelers welches Potential in ihr steckt. Mit Lauf- und Passspielzügen kämpften sie sich bis an die 1-Yard-Line der Tigers. Und der Quarterback der Steelers konnte den ersten Touchdown im heimischen Stadion erzielen. Auch der PAT war gut, somit ging es mit 7:28 in die Halbzeitpause.

Gab es in der ersten Halbzeit recht wenig Strafen, so war die zweite Halbzeit von zahlreichen Regelverstößen und somit vielen Strafen geprägt. Und vor allem, die Steelers hatten nach der Halbzeitansprache endlich ihre Nervosität abgelegt und  zeigten sowohl in der Offense als auch in der Defense so manche gute Aktion. Aber Punkte konnte nur die Tigers erzielen. Diese spielten einen 4ten Versuch an der 15-Yard-Line der Steelers aus und der Pass von QB Dominik Knispel landete in den Armen von Felix Schulz, der diesen in der Endzone der Steelers sicherte.  Auch den PAT verwandelte Felix sicher, somit stand es 7:35 und das war auch der Endstand. Im Laufe des dritten und vierten Quarter wurde von beiden Teams so mancher Raumgewinn durch unnötige Strafen wieder zunichte gemacht. Noch einmal spannend wurde es zum Ende der Partie. Nach dem ersten geglückten Punt der Steelers musste die Tiger-Offense an der eigenen 3-Yard-Line ihre Spielzüge beginnen. Wie schon im Verlauf des gesamten Spieles probierte das Coaching Team unter Leitung von HC Jens Mollnau auch in dieser Situation so einiges aus. Das Ergebnis war, man musste den Ball an der eigenen 12-Yard-Line wieder den Steelers überlassen. Doch diese konnte die Chance zu weiteren Punkten nicht nutzen, vielmehr verloren sie das Angriffsrecht per Fumble wieder an die Tigers und diese gaben bis zum Spielende den Ball nicht wieder her.

Fazit: Es gab so einige gute Szenen von beiden Teams im Spiel. Aber viel zu viele unnötige Strafen, vor allem auf Seiten der Tigers, daran muss noch gearbeitet werden. Während die Defense  schon recht gut zeigte was sie leisten kann, muss die Offense effektiver werden, hier ist noch Luft nach oben. Aber alles in allem, die Saison 2019 kann beginnen.

Football-ABC: Punt Der Punt wird in der Regel ausgeführt, wenn nach dem vorletzten Versuch absehbar ist, dass der Raumgewinn von zehn Yards im letzten Versuch nicht erreichbar ist und die Distanz für ein Field Goal zu weit ist. Während sich zwei läuferisch besonders starke Spieler  rechts und links außen an der Line of Scrimmage aufstellen und sofort nach dem Snap in Richtung gegnerische Endzone rennen, versuchen acht Mann dem Punter, der etwa 15 Yards weiter hinten steht, durch Blocken Zeit zu geben, den Ball nach dem Longsnap mit einem Fallkick wegzupunten. Der Punter der angreifenden Mannschaft versucht den Ball so weit wie möglich in die gegnerische Hälfte zu kicken. Punt Returner der gegnerischen Mannschaft fängt den Ball und trägt ihn so weit wie möglich vorwärts. Die vormals angreifende Mannschaft versucht den Ballträger so schnell wie möglich und so weit hinten wie möglich durch ein Tackle zu stoppen. Fliegt, springt oder rollt der Punt über die Seitenlinie ins Aus, beginnt die Offense danach an genau dieser Stelle. Präzise Punter können die gegnerische Mannschaft dadurch nahe ihrer eigenen Endzone festnageln.


Headcoach der Mountain Tigers Jens Mollnau:  „Ich bin wirklich begeistert, was die Steelers in  1 ½ Jahren auf die Beine gestellt habt. Es ist genau das, was die Landkarte des American Football bereichert. Sollte der erste offizielle Spieltag zum Standard werden, sind die Steelers eine echte Bereicherung. Treten sie so in der Liga auf  werden sie ihren Weg schneller gehen, als  sie es  erträumen. Darin besteht aber auch die Gefahr. Mannschaft und Verein müssen gleichsam wachsen.

Zum Spiel: Nervosität und Schnuppergang war auf beiden Seiten vorhanden. Bei den Steelers sicherlich ein wenig mehr, aber aus meiner Sicht nicht ausschlaggebend, sie haben uns  ordentlich Feuer gemacht. Unser Gegner hat ein solides Playbook gezeigt, Herz und Verstand waren unübersehbar. Auch für die Steelers  war es ein Spiel im Blindflug-Modus, heißt, ohne den Gegner zu kennen. Sie haben im Spiel dementsprechend großartig justiert und hatten zu Recht im Verlauf des Spiels ihre Chancen. Sie haben ihre Skillplayers und eine großartige Tiefe im Kader. Ich möchte im Laufe des Jahres nicht in der Haut ihrer Gegner stecken.
Die  Fans sind super, nicht so laut wie unsere, aber spürbar. Ich musste meine Spieler immer mal einbremsen, was ein Zeichen dafür ist, dass sie nicht unberührt blieben.“