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Erste Niederlage gegen Leipzig Lions
Erstellt am:  2. Juni 2007
Tags: keine
Kategorie(n): Newsarchiv 2007

Am vergangenen Wochenende traten die Wernigerode Mountain Tigers bei den Leipzig Lions an, um die bisher weiße Weste zu wahren. Dies gelang leider nicht, doch richtig überlegen waren die Gastgeber nicht. Zwar drückt der Endstand 31:14 eine Deutlichkeit aus, doch die war auf dem Platz, insbesondere während Quarter 1-3, so nicht zu sehen.

Die Wernigeröder hatten das erste Angriffsrecht und konnten, genau wie später Leipzig, dieses nicht nutzen. Erst Mitte des ersten Viertels gelang dem sehr gut agierenden Marko Brinkmann (#31) der erste Touchdown des Spiels. Die Bergtiger erhöhten durch Andreas Janko (#32) zur 0:7 Führung. Leipzig zeigte nicht den Hauch von Nervosität und glich nur wenige Minuten mit einem langen Lauf und einem Extrapunkt aus.

Im zweiten Viertel zeigten dann die Lions, was sie sich von dem Tag erhofften. Wieder war es ein Screen-Pass (Parallel zur Line of Scrimmage), der den sächsischen Receiver in Aktion treten ließ. Er umkurvte die Tigers-Defense und lief zur 13:7 Führung und dem Halbzeitstand ein. Der Extrapunkt misslang.

Die Ansprache der Coaches war ruhig, aber auch fordernd, denn bereits in Halbzeit 1 traten Fehler auf, die am Ende einen möglichen Sieg zu Nichte machen konnten. Offense und Defense waren am heutigen Tag mit zu wenig Biss am Werk. So begannen die Harzer die zweite Hälfte der Begegnung, mit dem Wissen, dass man bei etwas mehr Leistung, das ein oder andere Pünktchen erreichen konnte, denn ohne Fehler waren die Hausherren auch nicht geblieben.

Doch die erwischten den besseren Start gleich im ersten Angriffsrecht des 3. Quarter. Verpasste oder halbherzige Tackles ließen den athletischen Löwen immer wieder die Lücken. So schlossen die Sachsen ihren Drive mit einem Touchdown ab. Mit Extrapunkt stand es nun 20:7 für die Leipziger. Aber die Bergtiger wollten nicht aufgeben und rissen das Geschehen an sich. Immer wieder versuchten sie mit Laufspielzügen die Leipziger zu ermüden, doch es waren vermehrt die Passspielzüge, die die Harzer zu den neuen First-Downs brachten.

Zu guter Letzt war es dann erneut Marko Brinkmann, der den Keim der Hoffnung, mit einem kraftvollen Run zum 20:14 (PAT Janko) Anschluss, säte. Anstelle nun aber noch mal richtig in das Spiel zu kommen, stieg der Druck, noch etwas zu bewegen und forcierte individuelle Fehler. So verlor man erst den Ball und dann das Spiel gegen die Uhr.

Die Regionalliga-erfahrenen Lions kamen in der Folge zum entscheidenden Fieldgoal zum 23:14. Nun hätte den Tigers ein Touchdown allein nicht mehr geholfen. Zwar bäumten sie sich noch mal auf, aber es sollte nicht mehr passieren. Wieder zu viele kleine Fehler in Offense und Defense und Leipzig spielte ohne Raffinesse, aber mit viel Erfahrung, das Spiel zu Ende. In dieser Phase gelang ihnen deutlich mehr als den Gästen. Ein weiterer Touchdown und zum Beweis des glücklichen Endes sogar noch eine 2-Point-Conversion aus einem misslungenen Snap. Das Spiel endete mit dem Abknien der Leipzig Lions mit dem zu hohen, aber aufgrund der Fehlerhäufigkeit verdienten Sieg.

 „Wir sind immer noch, aufgrund des Punkte-Verhältnisses Tabellenzweiter vor Leipzig. Das wir hier einen Durchmarsch machen, wie gegen Berlin, wäre niemals realistisch gewesen. Wir sind die Aufsteiger, die sind Vorjahres-Vize. Aber nach unserem 2. Touchdown wurde die Möglichkeit eines 20:21 sichtbar. Wir haben heute wieder gelernt und werden gegen Magdeburg reagieren.“ sagte Ralf Arno Lange nach dem Spiel.

Alles in allem war das Spiel sehr fair geführt. Es gab weder Nicklichkeiten noch Provokationen, so dass sich beide Mannschaften schon jetzt auf das Rückspiel im Wernigeröder Gießerweg freuen. Es wird das letzte Ligaspiel der Tigers werden und findet am 02. September statt.

Jetzt heißt es am kommenden Wochenende erst mal Rehabilitation nach Leibeskräften, denn es geht nach Magdeburg zu einem weiteren schweren Gegner, wenn nicht sogar dem schwersten in dieser Saison. Die Virgin Guards titelten bereits vergangene Woche: „Eine Frage der Ehre – Das Sachsen-Anhalt Derby“ und proklamierten, es ginge um die Krone im Land.

Die Mountain Tigers rufen alle Fans und Anhänger auf, den kurzen Weg am 10. Juni mit anzutreten und ab 15.00 Uhr das Heinrich-Germer-Stadion Magdeburg in einen Tiger-Dome zu verwandeln. Mit Tröten, Rasseln und Fanfaren.
jm

Silvio Feuerstacke/Jens Mollnau
Wernigerode Mountain Tigers e. V.
E-Mail: verein@mountain-tigers.de